Mittwoch, 17. August 2011

Wir bauen uns unser eigenes Monster

Vor fast 15 Jahren lernte ich in den USA Dan Reeder kennen. Der lebt in Seattle im Bundesstaat Washington und ist im täglichen Leben Lehrer. Aber daneben kennt man ihn als "Dan, the monster man". Diesen Titel trägt er, weil er mit einer von ihm entwickelten Technik aus Papier, Mehlkleister, Stoff, Leim und Farbe tolle Monster und Drachen baut. Darüber hatte er auch ein Buch geschrieben, welches ich mir damals gekauft hatte, ... natürlich mit dem Ziel, auch mal so ein Monster zu bauen.

Und jetzt habe ich die Zeit und die Gelegenheit, dies tatsächlich auch zu tun, und was dabei herausgekommen ist, kann man nun sehen:







Das ist dann Monster Willy! 


Oder, wie Dan Reeder ihn in Seattle nennen würde: "Willy, the Screamer" (Screamer = Schreier, ist doch klar, oder...?)


Und nun möchte ich in knappen Sätzen und einigen Bildern zeigen wie Willy, das Monster entstanden ist.






















Womit geht es los?


Aus Zeitungspapier entstehen die Grundbausteine wie Kopf, Bauch, Arme, Beine etc.


Das Papier wird zur jeweiligen Grundform zusammengeknüllt und mit Tesakrepp fixiert. Bei den Armen und Beinen wird auch noch ein Drahtgerüst eingelegt um die Festigkeit zu erhöhen. Danach wird mit Hilfe von Mehlkleister weiteres Zeitungspapier in 3 bis 4 Schichten auf die Grundform aufgetragen. Wenn das Bauteil getrocknet ist, hat man beispielsweise einen Bauch:




Diese "Bauch"-Kugel ist dann einerseits sehr leicht aber auch ziemlich fest.




Am Ende hat man alle wesentlichen Einzelteile die man für das Monster benötigt:




Wenn man genau hinschaut, sind die Grundbauteile schon weiter bearbeitet worden. So haben Arme und Beine nun auch Hände und Füße. Außerdem sind Knie und Ellbogen deutlicher herausgearbeitet. Wie das entsteht soll später genauer beschrieben werden.
































Der Kopf, besser der Anteil des Kopfes mit Ober- und Unterkiefer entsteht, wenn man den entsprechenden Rohling aufschneidet und das lose Papier aus dem Kern entfernt, so dass nur die Papiermache-Schicht übrigbleibt:




Mit all diesen Teilen wird nach weiteren Schritten schließlich das Monster zusammengebaut und mit einer Stoffschicht bezogen. Dabei wird der Stoff mit Weißleim auf der Figur verleimt. So erhält man schließlich den weißen Willy:




Wie man sehen kann hat der weiße Willy Zähne und vor allem ein rotes Maul. Diese vorgezogenen Arbeitschritte, bei dem die beiden Kieferhälften noch nicht zusammengeklebt waren sind wichtig, da dann die Bemalung im Kiefer leichter aufgebracht werden kann.


Und dann braucht nur noch der "Rest" bemalt zu werden... und das Ergebnis: ...siehe oben.


Das wäre nun so weit Willys Geschichte. Die soll aber noch weitergehen ....aber erst im September mit Kindern der Hebbelschule im Wiesbadener Dichterviertel.


Ich melde mich!

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